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Donnerstag, 26. Februar 2015

Stress im Paradies

sanny-hh'sRoadtrip album on Photobucket

Kia Ora,
ich hoffe euch geht es allen gut und ihr geniesst das Leben!
Es ist so viel Passiert hier, das ich garnicht weiss wie ich beginnen soll zu schreiben und ich glaube ich werde so das ein oder andere vergessen zu erwähnen...
Gute Nachrichten natürlich zuerst!
Der Van, HOMY heisst er jetzt ganz unkreativ, hat seine WOF (Warrant of Fittness) bekommen!
Grade rechtzeitig ist er fertig geworden, eine Woche bevor dass Festival im Norden angefangen hat und bis dahin war noch viel zu tun.
Am Tag nachdem Homy wieder auf die Straße durfte, haben wir bei Bekannten von Mark Kayaks ausgeliehen, was unglaublich einfach war, Kiwis sind einfach super nett, ein wenig verpflegung gekauft, Sachen gepackt und eine kleine Abschiedsfeier gemacht. Früh am nächsten Morgen sind wir, das sind Denny und Tore, Zwei Jungs die seit kurzem zur Lodge Famillie gehören, Lanyon, Mark, Mell und Ich dann zu einem Fluss gefahren, wo unsere Kayaktour starten sollte. Eine semi gute Idee, dass kann ich euch jetzt schon sagen, denn wenn man sein Kayak nicht kennt sollte man im ruhigen gewässer starten und nicht in einem Fluss mit Stromschnellen.
Ein Kayak ist also schon nach ca. 200m gekäntert, zum glück an einer stelle wo wir stehen konnten.
Wir haben auch nicht bis zum Ende des Trips gedacht, denn wenn man zu seinen Fahrzeugen zurück möchte, sollte man die vielleicht am See parken und nicht an einem Fluss mit dem man schon Probleme hatte runter zu fahren.
Aber Spaß hat es dann doch gemacht und ich bin der Meinung das es sich gelohnt hat!
Wir haben einen drei Tages Trip zur Insel Mou Wahu im Lake Wanaka gemacht, wo wir eine Pfütze auf eine Insel, in einem See, auf einer Insel, in einem See, auf einer Insel, im Ozean gemacht haben!
Dass soll uns erstmal jemand nach machen!!!

Zwei Tage später haben wir uns auf gemacht um unseren Roadtrip zu starten.
Erster Stop war der Copland Track auf der Westseite des Aoraki/ Mount Cook, wo wir nach Acht Stunden Wandern in der Welcome Flat angekommen sind und nach Sonnenuntergang den unglaublichen Nachthimmel, mit Sternschnuppen, in Hot Pools mit einem Bierchen angeschaut haben.
Hot Pools sind klasse, allerdings erst die letzten mit ca. 37° fand ich angenehm, die anderen waren lieber in den 42° heißen und dass Wasser kam mit ca. 60° aus dem Berg.
Weiter ging es über Hokitika, der Jade Hochburg und Punakaiki, den Pancakerocks, die Westküste hoch, um nach ein paar Tagen beim Luminate Festival im Abel Tasman Nat. Park, anzukommen.
Das Luminate Festival war glaub ich das beste Festival auf dem ich jeh gewesen bin!
Eine Acht Tage Veranstaltung von Hippies für Hippies, Eine Große Familie verrückter und weil wir dort gearbeitet haben, waren wir nach kurzem ein Teil des ganzen.
Mark musste als Security nachts im gebüsch sitzen und aufpassen dass keiner reinschleicht, oder Alkohol schmuggelt, Lanyon hatte großes Glück und konnte als DJ im Chillout Tent arbeiten und ich war als Backup überall ein wenig und meine Hauptaufgabe war es als Fahrer Verpflegung und Material zum Haupteingang zu Transportieren und im Backstage die Teeküche in schuss zu halten.
Ich glaube ich hatte den besten Job von allen Volunteers, da ich meine Zeit selbst gestalten konnte, rumgekommen bin und alle möglichen Leute getroffen habe, von den Veranstaltern zu den Volunteers, den Gästen zu den Versorgern und den Fans zu den Künstlern.
Es ist nicht hauptsächlich ein Musikfestival, eher ein Workshop für alles was irgendjemand kann und anderen zeigen will, wie z.B. Trommeln, Jonglieren, Armbänder und Ketten herstellen, Ernährung, Tai Chi, Naturheilmethoden, Massagen, Feuershows, Maori Kultur und Instrumente und vieles vieles mehr!
Ich habe mich im Contactstaf versucht und meine erste Kette gemacht, endlich den Film über Alex Grey`s Chapel of Sacred Mirrors gesehen und mich über Dokumentationen warum Realität nicht real ist amüsiert, Es gab nur Vegetarisches Essen und jeder musste sein eigenes Geschirr benutzen, oder welches leihen, da es Keine Müllplätze gab (ausser kompost) was erstaunlicher weise wirklich gut geklappt hat und niemand hat am Ende Müll zurück gelassen.
Es wurde Nackt um Feuer getanzt und jede menge gekuschelt, wenn der Mond raus kahm hat man sein Wolfsgeheul geübt und irgendwie konnte fasst jeder irgendetwas besonderes und so haben wir das ein oder andere mal im Camp gesessen und einer Konversation zwischen einer Südamerikanischen Flöte und einer Französischen Querflöte zugehört.
Ich bin immernoch begeistert und kann einfach nur jedem der die Chance hat empfehlen ein Teil der Familie zu werden!Ich habe beim Luminate meine Kamera einfach mal aus gelassen, aber Fotos könnt ihr hier sehen.

Nach dem Luminate haben wir uns dann wieder etwas Lauteren, Dreckigeren und Specktakulärerem gewidmet und sind zum Nitro Circus in Christchurch gefahren.
Die Jungs sind wirklich total verrückt und haben z.B. den ersten Rückwärts-Salto mit vier Leuten (drei Freiwillige aus dem Publikum) auf einem Motorrad geschafft.
Ein Kontest zwischen USA und NZ bei dem das Publikum entscheiden sollte, war allerdings sehr albern da nunmal keiner für USA Applaudiert...

Nach ein Paar Tagen Ch.Ch. ging es auch schon wieder in den Norden, in den Nelson Lakes Nat. Park, wo wir eine sechs Tage Wanderung zum Bluelake gemacht haben, dem See mit dem Klarsten Süßwasser der Welt (Nur im Ozean vor der Osterinsel ist Klareres natürliches Wasser).
Ich habe schon lange vor der Reise von dem See gelesen und habe es nun endlich geschafft ihn zu sehen und sein Wasser zu Trinken.
Es gibt auf den Wanderwegen jede menge Hütten zu mieten, allerdings haben wir lieber in Hängematten gecampt und wir wurden als Trotteligste Tramper bezeichnet, da wir Gourmet Essen und schwere Pfannen mitgeschleppt haben und die anderen nur Aluminium geschirr und teures, dehydriertes Plastick Essen hatten.
Ja unsere Rucksäcke waren wohl 50% schwerer, allerdings waren wir trotzdem schneller als die meisten!
Und unsere Bäuche waren definitiv glücklicher!!!
Ich war erstaunt dass wir so eine Tour einfach machen konnten, ohne große vorbereitungen und überlege schon was als nächstes kommt.

Jetzt sitzen wir seit ein paar Tagen in Nelson und erholen uns von dem ganzen Stress, ich musste Homy wieder ein wenig Reparieren, die Jungs suchen grade nach einem Job und ich überlege ob ich auch etwas arbeiten sollte, oder direkt auf die Nordinsel fahre.
Mal schauen was die nächsten Tage so bringen.
Viel spaß beim Fotos gucken, ich hab Wanaka und Van Alben aktualisiert...

cheers